Naturnahe Außengelände in der Kita

Wir planen und gestalten Außengelände für Kindertagesstätten

Die naturnahe Gestaltung Ihres Außengeländes bedeutet für uns, Ihren Garten in eine Landschaft zu verwandeln, die in ihrer Vielfalt und Offenheit Naturerfahrungen im Kindergarten ermöglicht und in der die Kinder selbst zum Gestalter und Akteur werden können.

Auf diese Weise verwandeln wir Ihr Außengelände in einen (Bildungs-)Raum,

  • in dem Kinder die Natur und ihre Phänomene in ihrer Vielseitigkeit erfahren und erleben können;
  • der das eigenständige und selbsttätige Spiel der Kinder ermöglicht;
  • in dem Kinder ihre eigenen, ganz unterschiedlichen Ideen und Interessen verwirklichen können;
  • der auf diese Weise die Bildungsprozesse der Kinder anregt und herausfordert
  • und in dem Kinder ihren ganz verschiedenen Bedürfnissen nach Bewegung, Ruhe, Geborgenheit, Spiel, Fantasie, Gestalten und Begegnung nachkommen können.

Beraten, planen und gestalten

Für Ihren individuellen und einmaligen Naturerlebnisgarten

Ihr Kita-Außengelände betrachten wir als Ergänzung zu Ihren Innenräumen und als Teil Ihres pädagogischen Konzeptes. Und so ist es uns wichtig, in einem Erstgespräch Ihre gesamte Einrichtung kennenzulernen und ein Verständnis für Ihre individuelle pädagogische Arbeit zu entwickeln. Gleichzeitig stellen wir Ihnen unseren Bildungsansatz sowie unsere Gestaltungsideen für ein naturnahes Außengelände vor.

Ihre Wünsche und Bedürfnisse an Ihr neues Außengelände sind dann unser Leitfaden, um einen pädagogisch durchdachten und kindorientierten Spielraum zu planen. Auf diese Weise entsteht in Zusammenarbeit mit Ihnen Ihr ganz individueller und einmaliger Naturerlebnisgarten. Selbstverständlich gestalten wir auch Außengelände oder Teilbereiche speziell für unter-dreijährige Kinder (U3).

„Bildungsraum Natur“ in der Kita

Vielfalt, Offenheit und Komplexität erleben

Wir verstehen Ihr Außengelände als Bildungsraum, also als gestalteten Raum, der Kinder in ihren Bildungsprozessen unterstützen und herausfordern soll. Die verschiedenen Gestaltungselemente und -ideen führen zu einer gestalteten Landschaft, die den Kindern vielerlei Denk- und Handlungsmöglichkeiten eröffnet und auf diese Weise ein freies und selbstbestimmtes Spiel ermöglicht.

Vielfalt erleben heißt Vielfalt im Denken

Eine reichhaltige Landschaft zeichnet sich im besten Fall durch eine abwechslungsreiche Topografie sowie einer biologischen Vielfalt aus. Konkret bedeutet das beispielsweise, dass Höhen und Tiefen, gestaltet durch Erde, Steine und Holz, das Gelände formen und durch die vielseitige Auswahl von heimischen Wildpflanzen wertvoller Lebensraum für Tiere geschaffen wird. Darüber hinaus sind es die Naturelemente Erde und Wasser, die in ihren verschiedenen Erscheinungsformen zum Erfahrungsraum einer Landschaft zählen.

Ein derart vielfältig gestaltetes Kita-Außengelände ermöglicht den Kindern zweierlei Erfahrungen: auf der körperlichen Ebene führt die Abwechslung und der Formenreichtum der Gestaltungselement zu vielseitigen Bewegungserfahrungen sowie zu reichhaltigen sinnlich-konkreten Erfahrungen, auf der geistigen Ebene zu einer Vielfalt der Denk- und Handlungsmöglichkeiten.

Offenheit erfahren heißt Offenheit im Handeln

Die Offenheit der Naturelemente und –materialien, welche die Handlungen der Kinder dadurch nicht festlegen, dass sie keine vorgefertigten Spielideen beinhalten, unterstützen in dieser Weise umso mehr das Entstehen eigener Ideen und Geschichten. Damit wird das Außengelände zu einem Ort, in dem Kinder ihren eigenen Interessen und Fantasien auf ihre eigene Weise nachgehen können und der in dem dazu notwendigen Maß verändert werden kann. Diese Freizügigkeit sowie die Vielzahl der Erfahrungs- und Spielmöglichkeiten machen das Außengelände in dieser Form zu einem Ort, an dem Kinder ihren verschiedenen Denkweisen – die Reggiopädagogik nutzt in diesem Zusammenhang die Metapher der „hundert Sprachen der Kinder“ – einen Ausdruck geben können.

Komplexität erfahren heißt Komplexität verstehen

Die Frage danach, in welcher Weise Dinge und Menschen zusammenhängen, kann nur da beantwortet werden, wo Zusammenhänge erfahren werden können und dürfen. Das bedeutet, dass Kinder vielseitige Möglichkeiten brauchen, um die Natur in ihrer Komplexität und ihren Zusammenhängen kennenzulernen. Dazu braucht es eine Vielfalt an Gestaltungselementen, die im Ganzen eine zusammenhängende Landschaft bilden, ergänzt um eine reichhaltige und abwechslungsreiche Bepflanzung, die in ihrer Art einen wertvollen Lebensraum für Tiere bildet. Können die Kinder in diesem Lebensraum die Natur und ihre Materialien auf vielfältige Art und Weise nutzen und in ihr Spiel integrieren, werden diese Erfahrungen schließlich zum Teil ihrer eigenen Denk- und Handlungsstrukturen, mit denen man weiterführend denkt und handelt.

Spielgeräte im naturnahen Außengelände

„Sinn-volle“ Ergänzung im Naturraum

Spielgeräte und naturnahe Außengelände sind kein Gegensatz, sondern ergänzen sich in sinnvoller Weise. Unter dem Aspekt, dass die vielseitige Anregung der verschiedenen Sinnessysteme eine grundsätzliche Voraussetzung für die geistige bzw. sprachliche Entwicklung von Kindern ist, brauchen Kinder eine Umgebung, die ihnen möglichst vielseitige und differenzierte Bewegungsanlässe bietet: Gelegenheiten zum Klettern, Springen, Hüpfen, Rutschen, Drehen, Balancieren und Schaukeln. Von daher sollte es möglichst in jedem Kita-Außengelände mindestens eine Rutsche und Schaukel geben, welche in die naturnahen Gestaltungselemente integriert werden.

Das Thema Sicherheit

„Nicht unsere Spielräume sind gefährlich, sondern unerfahrene, ungeübte, unwissende Kinder.“ (Agde et al., S. 13)

Glücklicherweise folgen die gängigen Sicherheitsnormen für die Gestaltung von Spielräumen diesem Grundsatz: Nicht das Verlangen, Kinder vor allen Gefahren und Risiken zu schützen, sondern ihr elementares Bedürfnis nach spannenden Erlebnissen sowie herausfordernden Körper- und Bewegungserfahrungen sollen Ausgangspunkt einer jeden Planung des Außengeländes sein.

Beobachtet man Kinder, wie sie sich in Naturräumen verhalten, so wird schnell deutlich, dass sie Gefahren gut einschätzen können und sie sich diesen entsprechend ihrem eigenen Können verschieden schnell annähern. Erst wenn sie den ersten Schritt gut beherrschen, folgt der nächste.

Dieses Verhalten der Kinder greifen wir auf, indem wir durch die Modellierung des Geländes sowie der Auswahl der Materialien und Pflanzen verschieden schwere Herausforderungen gestalten. So wird das Außengelände zu einem Raum, der den Kindern umfassende Entwicklungsimpulse für ihre körperliche und geistige Entwicklung gibt.

Wartung und Pflege

Nachhaltige Entwicklung und dauerhafte Sicherheit

So wie Ihre Innenräume, braucht auch Ihr Außengelände ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und Pflege.

Wenn auch heimische Pflanzen den Vorteil haben, dass sie robust sind und dadurch recht pflegeextensiv sind, so benötigen sie am Anfang Schutz, um wachsen und Widerstandskraft gegen den Spieldruck der Kinder entwickeln zu können. Aus diesem Grunde frieden wir die Pflanzflächen innerhalb der ersten drei Jahre ein, damit Einsaaten und Pflanzungen in Ruhe wachsen und gedeihen können.

Zudem braucht es am Anfang eine fachmännische Pflege, die bestimmt, welche Pflanzen sich durchsetzen dürfen und welche als Unkraut gelten und besser entfernt werden, um überhaupt die Entwicklung der Pflanzung hin zu einer funktionierenden Gesamtanlage zu gewährleisten. Aus diesem Grunde gehören 2 Pflegegänge (nach Wunsch zusammen mit Eltern und/oder dem Kindergartenteam) im ersten Jahr nach der Umgestaltung in unser Angebot. Es empfiehlt sich aber, über einen längeren Zeitraum Pflegegänge von uns durchführen zu lassen, um die Funktionalität der Anlage zu erhalten bzw. weiterzuentwickeln, sofern Sie nicht eigene Gärtner haben, die sich mit der Pflege von naturnahen Pflanzungen auskennen.